Hohenstaufen

Wer den steilen Aufstieg zu den Überresten der Stammburg der Staufer auf sich nimmt, wird mit einem spektakulären Ausblick belohnt.

Landschaft

In einer der schönsten Landschaften Baden-Württembergs bilden drei Bergkuppen zwischen Göppingen und Schwäbisch Gmünd eine markante Silhouette. Die „drei Kaiserberge“ Hohenstaufen (684 m ü. NN), Hohenrechberg (707 m ü. NN) und Stuifen (757 m ü. NN). Der Name des „Hohenstaufen“ geht vermutlich auf seine äußere Form zurück. Der rundum steil abfallende Kegel erinnert an einen umgekehrten Trinkbecher ohne Fuß, ein sogenannter „Stauf“. Am südwestlichen Hang des markanten Berges liegt das Naturschutzgebiet „Spielburg“, bestehend aus einer vor 2 bis 3 Millionen Jahren vom Gipfelplateau abgerutschten Gesteinsscholle aus Weißjurakalk.

Anlage

Der schroffe Berg mit guter Aussicht in alle Richtungen bot einen geeigneten Ort für eine Wehranlage. Wie alle mittelalterlichen Burgen bestand die Stauferburg aus Wohn- und Wirtschaftsgebäuden, einer Kapelle, dem Bergfried und einer Toranlage, umschlossen von der Ringmauer. Das eher kleine Burgareal – es war etwa 135 Meter lang und 45 Meter breit – war wohl ursprünglich zum großen Teil mit Gebäuden überbaut. In der Anlage befanden sich der herrschaftliche Wohnbau – der Palas –, die Wohnräume der Burgmannen und die Unterkünfte der Wächter, Handwerker, Knechte und Mägde sowie Ställe für die Pferde.

Geschichte

Herzog Friedrich I. von Schwaben ist als Erbauer der ersten nachweisbaren Stauferburg, die zugleich die Stammburg des Geschlechts wurde, überliefert. Wahrscheinlich hatte Friedrich noch als Graf wenige Jahre vor seiner Herzogserhebung im Jahr 1079 eine ältere und einfachere Befestigung ausgebaut. Seinen ursprünglichen Herrensitz, der sich in Lorch befand, gab Friedrich auf und bestimmte ihn im Jahr 1102 zum Platz einer klösterlichen Niederlassung. Im 12. Jahrhundert wurde die Burg umgebaut und erweitert. Mit dem Einzug einer Trennmauer wurde die Anlage in eine Vor- und in eine Hauptburg aufgeteilt. Dadurch entstand bei der kleineren, westlich gelegenen Hauptburg ein besonders gesicherter Innenbereich, der die Wehrhaftigkeit deutlich verbesserte.

In einer zweiten Bauphase im 12. Jahrhundert wurde der Palas – das Wohngebäude der Herren – nach Osten erweitert, die Zisterne – der Wasserspeicher – brachte man im Keller unter. Die Ringmauer erhielt einen Zinnenkranz und wurde an der Westflanke durch einen Turm verstärkt. Dem Bergfried wurde ein Fachwerkgeschoss aufgesetzt, was ihn sehr markant machte. Außerdem wurde das Burgtor nach Osten verlegt und durch einen innerhalb der Ringmauer liegenden Torturm gesichert.

Zerstörung

Zweieinhalb Jahrhunderte hat die Burg das Herrschergeschlecht der Staufer überdauert. Nach dem Ende der Dynastie Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg von König Rudolf von Habsburg zur Reichsburg erklärt. Dem strategisch wichtigen Ort bemächtigten sich im 14. Jahrhundert die Grafen von Württemberg.

Schließlich besiegelte der Bauernkrieg das Schicksal der Burg auf spektakuläre Weise: Am 29. April 1525 gelang es ca. 300 Bauern unter ihrem Anführer Jörg Bader aus Böblingen, den Hohenstaufen zu erstürmen. In Abwesenheit des Burgherrn überwanden die Aufständischen in einem zweiten Ansturm die Mauern. Die anschließende Brandschatzung verwandelte den Berggipfel in eine riesige brennende Fackel. Die vom damaligen Burgherrn noch in die Wege geleiteten Wiederaufbauarbeiten der Hohenstaufenburg scheiterten schließlich an den Kosten.

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